Mittwoch, 13. August 2014

Nuckimarker, Teil 2

Im Dezember habe ich schon einmal Nuckimarker gepostet (hier). Alexis ist nun große Schwester geworden. Glückwunsch den frisch gebackenen Eltern. Damals noch mit Fremdbestickung. 
Dieses Mal fein säuberlich mit selbst erstelltem Flockdruck gekennzeichnet.
Damals waren sie deutlich verspielter, aber die beiden Damen sollen ihre Nuckis ja auch auseinanderhalten können. 
Arbeitszeit all inclusive: 2 Stunden.
Beim nächsten Kind erstelle ich dann ein Tutorial. ☺
Nein, das nehme ich sicherlich vorher bereits in Angriff. 
Denn die ersten Anfragen bezüglich Probe nähen / plotten / sticken habe ich bereits. 
Jippie!

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Linkpartyzeit:


Mittwoch, 6. August 2014

*KurziHös* - Schweizer Schnitt für kleine Entdecker

Das ist Fräulein Z. Sie trägt über ihrer Stoffiwindel die "KurziHös"  der Tüpfliqueen.
*ElefantiHös*
Die schweizer Tüpfliqueen heißt Kristina, ist Lehrerin, Nähbegeisterte, Stoffwicklerin und ambitionierte Bastlerin.
Sie hat das Schnittmuster entworfen für eine  knielange kurze Hose mit dem klangvollen Namen "KurziHös".
Über ein Stoffwindelforum bin ich auf ihren Probenähaufruf aufmerksam geworden.
Zum Schnitte testen habe ich ja eigentlich immer ein Modell in der passenden Größe zu hause. Dieses Mal konnte ich den Schnitt an meinen beiden Mädchen testen. 
Fräulein E. trägt 98/104 bei zarten 95cm Körperlänge. Sie ist tagsüber windelfrei.
Fräulein Z. trägt 74/80 bei starken 75cm Körperlänge. Sie trägt meist Wegwerfwindeln. Stoffwindeln sind noch neu im Haus Qupunkt, aber wir können beide größen mit Stoffi am Poppes testen, da da beide Damen die gleiche Größe tragen. Soviel zu den Voraussetzungen. 
Es gab also diesen Aufruf auf ihrem Blog, auf den ich mich bewarb und prompt auserwählt wurde. Ich muss in diesem Zusammenhang mal erwähnen, dass es tatsächlich sinnvoll ist, sein ganzes Herzblut in die Bewerbung zum Probenähen zu stecken, wenn man denn tatsächlich das Projekt testen möchte.
Ich habe bis heute drei Modelle der "KurziHös" genäht, die ich jetzt ausführlicher zeigen möchte.
*
Das ist mein Fräulein E. 
Sie trägt ihre "RüschliHös" in Größe 98/104.
Der Schnitt besteht aus einem Schnittteil, das dreigeteilt ist. So, dass man wunderbar mit Ziernähten arbeiten kann. Oder so wie hier bei der "RüschliHös", Rüschen zwischen 2 Teile nähen kann.
 Als besonderen Hingucker habe ich mir ein Latzteil zurechtgeschnitten und vorn aufgenäht und danach die Hosen mit Nieten verziert.
Hier und auf dem folgenden Bild kann man sehr gut die Teilungsnähte des Schnittes sehen, die ich mit einem Zierstich meiner Nähmaschine abgesteppt habe.
Material: Baumwoll-/ Polyester-/ Elasthan-Gemisch.
(Sollte mal eine Hose oder ein Hosenanzug für mich werden) 
*
Das ist wieder Fräulein E.
Hier trägt sie eine "PoloHös"
*PoloHös*
Aufgrund der Elastizität des Polostoffes habe ich hier am Schnittteil seitlich die Nahtzugaben weggelassen, um einen etwas schmäleren Sitz bei gleicher Bewegungsfreiheit zu erhalten.
Das Schnittmuster habe ich bei dieser Variante als Ganzes gelassen, um die Details Tasche und Bindeband wirken zu lassen. Die Schrittnaht sowie die Bundnähte sind farblich passend in rosa abgesteppt.
Der Schnitt sieht bei den Beinbündchen 3cm Höhe vor, ich habe sie absichtlich schmal gehalten, damit sie besser zum Shirt passen.
Material: 
Polo aus Trigema-Putzlappen
Baumwolltaschen mit Kunststoffdrücker, 
Satinband mit bunten Perlen, 
Jerseybündchen
*
Das ist mein kleines Fräulein Z.
Sie trägt eine "ElefantiHös" in 74/80.
*ElefantiHös*
Bei dieser *Elefantihös* habe ich das Schnittteil selbst mit einer geschwungenen Teilungsnaht versehen - vorn schmal, hinten tiefer ausgeschnitten.
Der Jeansteil ist ohne Nahtzugabe geschnitten, aus der Erfahrung heraus, dass der Schnitt reichlich ist. Die Elefantenteile sind mit Nahtzugaben an den Seiten geschnitten. Da sich dadurch eine Differenz in der Breite ergibt, habe ich vorn, jeweils im Bereich der ersten Gürtelschlaufe eine Falte gelegt. Dadurch hat die Hose dort etwas mehr Volumen.
Bruder M.s Kickboard und Mütze (Freebook "Ines" von Mopseltrine) schocken doch, oder?
Material:
Bündchen aus Jersey von Knol, ohne Gummizug, Elastizät ist ausreichend,
Stretchjeans aus meinem Fundus, 
Elefanten-Baumwolle von Butinette
Gürtelschlaufen aus Ripsband, Glücksgriff bei TKmaxx
*
Nun, da ich ausführlich von diesem Schnitt geschwärmt habe, bleibt mir noch, den Kontakt zur Tüpfliqueen anzubieten. Denn bei ihr kann man den Schnitt vorbestellen und ganz bald käuflich erwerben. 

Linkpartys! Da bin ich bei!
Kiddikram
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Meitlisache
Crealopee

Bye bye und bis zum nächsten Post könnt ihr mir gern folgen auf Facebook unter Sachen mit IQ
Gruß Ines

Dienstag, 6. Mai 2014

Wünschelkette (DIY)

Die Wünschelkette ist eigentlich eine Wimpelgirlande. Aber jeder einzelne Wimpel ist gefüllt mit guten Wünschen - Genesungswünschen, Geburtstagswünschen, Gesundheitswünschen und vielen, vielen guten Gedanken.
Da dieser Post sehr lang wird, das Resultat gleich zu Beginn
Fazit heute mal vorab: Wimpel nähen ist unheimlich meditativ und wahnsinnig entspannend.
Als erstes habe ich mir aus sehr stabilem Karton eine Schablone ausgeschnitten.
Schablone inclusive Nahtzugabe rechts und links
Ja, sie ist oben bereits etwas lädiert. Bei so vielen Schnittteilen darf ich auch mal mit dem Rollschneider abrutschen.
Jetzt erstmal passende Stoffe zusammensuchen. Reste eignen sich aufgrund der geringen Größe bestens. Meine Kette ist sehr apfellastig. Absichtlich. Alle anderen Stoffe sind Reste. (Ob das Grund genug ist, neue Baumwollstoffe zu kaufen?)
Ich wollte eine Geburtstagskette nähen, also für jedes Lebensjahr einen Wimpel. Bei 49 Wimpeln brauche ich also 98 Stoffdreiecke. Wenn der Stoff bzw. die Stoffreste groß genug sind, können sie natürlich in doppelter Stofflage geschnitten werden. Meine Reste waren leider so fitzelig und zerstückelt, dass ich jedes Dreieck für sich ausgerollert hab. Beim Apfelstöffchen gings natürlich ratz fatz. Schablone auflegen. Drei lange Schnitte, 2 kurze Schnitte. Schablone um 180° drehen. Schneiden. ...
zugeschnitten
Da liegen sie nun, meine 98 Stoffdreiecke - Fünfecke. Wer denkt, Stoff ausschneiden dauert lang, der irrt. Ich sollte im Verlauf der Wimpelketten noch häufiger feststellen, dass manche Arbeitsschritte lange dauern. Als nächstes lege ich immer 2 gleiche rechts auf rechts aufeinander und versäubere sie mit der Overlockmaschine.
versäubert
Da habe ich jetzt tatsächlich Dreiecke, genaugenommen 49 versäuberte Dreiecke. 98x den Nähfuß der Overlock abgesenkt. 98x das Pedal betätigt. 98x den Nähfuß der Overlock wieder angehoben. Geht ratz fatz, dass man Erfolge sieht. 
Und am Ende muss ich feststellen, dass sogar der Abfall aus dem Overlockabfallauffangbehälter ganz toll ausschaut und ein Foto wert ist.
abgeschnitten
Da sich bei diesem Projekt alles um die Zahl 98 dreht, bedien ich mich ihrer gleich noch einmal. die Spitzen aller Dreiecke schneide ich zurück. Einmal etwas rechts schräg, einmal etwas links schräg. So sind auch gleich die Kettelfäden mit weg. Nein, ich vernähe hier nichts, es verbleibt genug Naht, so dass sich nach dem Wenden sicher nichts aufribbeln wird. Wir wollen ja mal nicht kleinlicher sein als der Papst. Es sind tatsächlich nur 98 Schnitte mit der Schere. Die 98 Kettelfäden an den Oberseiten bleiben dran. Vorerst.
beschnitten
Schnibbeln ging schnell. Jetzt wirds wieder kniffelig. Alle 49 Teile wenden. Hierbei habe ich festgestellt, dass Finger, Stift und Schere zwar helfen beim Wenden, aber nicht optimal sind. Deshalb ist meine Wunschliste um einen "Ecken- und Kantenformer" erweitert.
gewendet
Weil ich beim Wenden so viel Zeit zum Sinnieren habe, rechne ich mir aus, wie lang inzwischen die genähten Seiten sind. 2x 15cm pro Fähnchen sind 30cm. Das multipliziert mit 49 ergibt 1970cm. Fast 20m Naht! Tolle Zahl.
Jetzt zum Bügeln. Hier wird klar, warum die Kettelfäden dran bleiben sollten. Daran kann ich die Ecken gut festhalten und dennoch bis an den Rand bügeln. So wird alles schön perfekt. Und nach der Bügelarie habe ich die Fäden dann auch zurückgeschnitten.
gebügelt
Part 1 wird nun beiseite gelegt. Es folgt Part 2. Man nehme entweder Schrägband von der Stange oder man baue sich sein Schrägband selbst. Denn irgendwie müssen die Wimpelchen ja auch zusammenhalten am Ende. Hm... Wieder kurz gerechnet: 49 Wimpel aneinandergereiht plus rechts und links einen halben Meter Strippe Überstand macht immerhin 7,35m. Dafür vorgefertigtes Schrägband nutzen? Neee. Schade ums Geld. Selbstgebaut ist doch schicker! 
Also habe ich wieder gerechnet. Naja, diesmal habe ich meinen Steppke mal rechnen lassen. Wieviele Streifen Stoff brauche ich bei einer Stoffbreite von 1,40m, um eine Länge von 7,35m abzudecken? Richtig, 6 Streifen Stoff. Diese dann sorgfältig ausschneiden. Gefühlvoll durch den Schrägbandformer ziehen und mit dem Bügeleisen fixieren. Das dauert! Hab ich Zeit, Kochshows zu gucken. Ja, wirklich.
Die Streifen dann längs gefaltet wiederum bügeln und feststecken und aufrollen.
gerollt
Nun liegen sie da, die 6 Rollen Selfmade-Schrägband. Eh ich sie aber mit den Wimpeln vereinen kann, muss ich sie erst einmal zu einem einzigen Band zusammennähen. Dafür nähe ich einfach je 2 Enden zusammen. Am Ende sind die Rollen 8,40m lang. Yeah. 
zusammengenäht
Wieder auseinanderlegen und auseinanderbügeln.
auseinandergebügelt
Die 5 Nahtstellen habe ich etwas enger gesteckt und ein weiteres Mal gebügelt.
zusammengesteckt
Was nun folgt ist Part 3: Die Verschmelzung der Wimpel mit dem Webband. Das finde ich so aufregend, dass ich ganz rote Wangen dabei bekomme. Deshalb liebe ich das Nähen so sehr. Weil ich eins mit mir selbst bin und ganz darin aufgehe.
Und wenn der Kopf frei ist, kann ich mitzählen. Bei 50cm starte ich, nach dem ersten Wimpel sind es 65cm, nach dem 2. schon 80... 95... 105...115... 
Was sich dann hinter der Maschine stapelt sieht so gut aus.
gefaltet
gestapelt
Weil die Kette viel zu lang ist, gibts sie jetzt schön der Reihe nach in Einzelbildchen.
Wer den Fehler findet, darf ihn gern behalten.
verpackt
und aufgehängt
Mein Projekt zeige ich heute beim Creadienstag. 

Update 6:34Uhr:  Beitrag 17